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Dec 17, 2019

Hausaufgaben_Elterninfo


Hausaufgaben - Rechtliche Grundlagen (Quelle: Schulleiter-ABC Bayern)

 

Hausaufgaben - Rechtliche Grundlagen (Quelle: Schulleiter-ABC Bayern)

§ 42 VSO

§ 49 VSO-F

Zweck der Hausaufgaben:

- Einüben der im Unterricht gewonnen Fähigkeiten und Fertigkeiten, vertiefen von Einsichten und Erfahrungen,   anwenden fach- und sachgerechter Arbeitsweisen

- Nachfolgenden Unterricht durch Erkunden, Sammeln, beobachten, Erproben, Einlesen u.a. vorbereiten

- Gewöhnung an regelmäßige und gewissenhafte Pflichterfüllung

- Information der Lehrkraft über den Erfolg des Unterrichts bzw. den Kenntnisstand der SchülerInnen

Erteilung der Hausaufgaben

- Hausaufgaben sind ein notwendiger und verbindlicher Teil der schulischen Unterrichts- und Erziehungsarbeit. Sie stehen nicht zur Disposition der einzelnen Lehrkraft sondern müssen erteilt werden.

- Unzulässig ist der Einsatz als Mittel zur Weitung der Disziplin.

- Hausaufgaben sind keine Leistungserhebung, eine Benotung ist unzulässig.

Art.56(4) BayEUG

§ 6 VSO-F

Pflichtverletzung

Die Erledigung von Hausaufgaben durch die Schülerinnen ist Pflicht.

Schriftliche Mitteilung an die erziehungsberechtigten bzw. Anordnung einer Nacharbeit bei fortgesetzter Nichtbefolgung.

Art.76 BayEUG

Mitarbeit der Erziehungsberechtigten

Erziehungsberechtigte sind verpflichtet, für pünktliche und gewissenhafte Erfüllung der schulischen Pflichten und der von der Schule gestellten Anforderungen besorgt zu sein, hinsichtlich der Hausaufgabe, also:

Beaufsichtigung und Kontrolle, aber nicht regelmäßige Hilfe

Hinweis in Elternversammlungen und Elternsprechstunden auf

- Bedeutung des positiven Interesses an den Hausaufgaben

- Notwendigkeit störungsfreier Arbeitsatmosphäre und richtige Wahl der Arbeitszeit

- Angemessene Arbeitsmethoden

- Vorzüge einer Hausaufgabenplanung über längere Zeiträume

- Bedeutung von ausreichenden Spiel- und Entspannungspausen

- Mithilfe in Form von Mitarbeit entspricht nicht dem Sinn von Hausaufgaben

§3 (3) LDO

Forderungen an die Lehrkräfte

- Hausaufgaben müssen aus dem Unterricht erwachsen und aus methodischen Gesichtspunkten notwendig und sinnvoll sein; sie werden nicht mechanisch am Ende jeder Unterrichtsstunde erteilt.

- Hausaufgaben müssen sorgfältig vorbereitet und klar formuliert werden, ggf. vorbesprochen, damit sie von einem/einer durchschnittlich begabten SchülerIn in der vorgegebenen Zeit (Grundschule 1 Stunde ) bearbeitet werden können.

- Der / die KlassenleiterIn trägt Sorge für eine Absprache zwischen den in der Klasse unterrichtenden Lehrkräften ( Maß der Aufgaben, Arbeitszeit, Verteilung über die Woche, weitere schulische Inanspruchnahme der SchülerInnen), um eine Überbelastung der SchülerInnen zu vermeiden.

- Sonntage, Feiertage und Ferien sind von Hausaufgaben freizuhalten.

- An Tagen mit verpflichtendem Nachmittagsunterricht werden keine schriftlichen Hausaufgaben für den nächsten Tag gestellt ( Ausnahmen im Einvernehmen mit dem Elternbeirat der Grundschulen).

- Hausaufgaben sind regelmäßig und der Altersstufe angemessen zu überprüfen. Schriftliche Bemerkungen dienen der individuellen Förderung.

 

Hausaufgabenzeit

Die Hausaufgabenzeit sollte für ein Grundschulkind nicht länger als 1 Stunde betragen, für Hauptschüler maximal 2 Stunden. Überlegen Sie, welche Tageszeit sich für Ihr Kind am besten zum Erledigen der Hausaufgaben eignet:

Wann ist es am aufnahmefähigsten, wann kann es sich am besten konzentrieren?

Expertenempfehlung: Zwischen 15 und 17 Uhr ist von der Tagesleistungskurve her die günstigste Zeit.  Finden Sie zusammen mit Ihrem Kind die beste Zeit für die Hausaufgaben.

Hausaufgaben am Abend zu erledigen, ist in der Regel eher ungünstig.

Wichtig: Von Anfang an möglichst feste Zeiten für die Hausaufgaben vereinbaren

So können unnötige Diskussionen und „Verhandlungen“ vermieden werden.

Für Kinder, die gerne viel Zeit vertrödeln, kann z.B. auch ein Wecker gestellt werden, der Beginn und Ende der Hausaufgabenzeit anzeigt.  Sollte Ihr Kind regelmäßig deutlich länger als 1 Stunde für die Hausaufgaben benötigen, sollten Sie dringend mit dem Klassenlehrer darüber sprechen. Wenn mehrere Schulkinder in der Familie sind, sollte die Hausaufgabenzeit so gut wie möglich zusammengelegt werden. Eltern sollten nicht „Tag und Nacht“ von der Schule reden, Kinder nicht ständig an sie erinnert werden. Die freie Zeit nach Erledigung der Hausaufgaben gehört dem Spiel, Sport und der Entspannung.

Arbeitsplatz

Das Kind sollte einen festen Platz haben, an dem es regelmäßig seine  Hausaufgaben macht.  Dieser Platz sollte bestimmte Bedingungen erfüllen:

- gut beleuchtet (Tageslicht, Schreibtischlampe)

- Ruhe (keine Musik, kein Fernseher, wenn möglich, keine  kleinen Geschwister im Raum)

- keine anderen Ablenkungsmöglichkeiten (Spielsachen etc.)

- auf dem Tisch sollten nur die Dinge liegen, die für die aktuelle Hausaufgabe benötigt werden

Hausaufgabenheft

Das Kind sollte daran gewöhnt sein, ein Hausaufgabenheft sorgfältig zu führen.  

(Abhaken erledigter Dinge)

Schauen Sie die vom Kind angefertigten Hausaufgaben, Hefte und  Arbeitsblätter nach Möglichkeit regelmäßig durch.

Dies gibt Ihnen einen Einblick in den Lernstand Ihres Kindes.

Sollte das Aufschreiben der Hausaufgaben nicht klappen und Ihr Kind öfters  etwas vergessen, besprechen sie dies mit dem Klassenlehrer (evtl. zusätzliche  Kontrolle).

Reihenfolge der Hausaufgabe

Hausaufgaben und Lernstoff portionieren. Auch das Gehirn muss erst einmal „warmlaufen“.  Es ist meist günstig, mit einer leichteren Aufgabe zu beginnen.  Manche Kinder machen aber lieber die für sie schwierigere Aufgabe zuerst.  Lassen Sie Ihr Kind mitbestimmen, in welcher Reihenfolge es die Aufgaben  machen möchte. Dies ist individuell sehr unterschiedlich.

Pause

Es ist wichtig für das Lernen, zwischendurch kurze Pausen einzulegen.   Beobachten Sie, wann die Konzentration Ihres Kindes nachlässt.

Empfohlene Richtlinien:

- nach 30 Minuten 5-10 Minuten Pause

- nach 60 Minuten 10-15 Minuten Pause

- nach 90 Minuten 20-30 Minuten Pause

Vorlesen
Warum es für Kinder so wichtig ist und was Eltern beachten sollen

Wie lese ich meinem Kind vor?
Ganz wichtig: Mit Freude, denn selber Spaß haben überträgt sich auf das Kind. Versetzen Sie sich in Buchfiguren, verstellen Sie ihre Stimme. Jeder kann spannend vorlesen.

Wann ist die beste Zeit?
Immer, wenn Kinder Ruhe brauchen, sind Bücher wichtig. Gut ist abends oder nach dem Mittagessen. Hauptsache: der Ort ist kuschelig.

Wie oft sollte ich meinem Kind vorlesen?
So oft wie möglich. Machen Sie aus dem Vorlesen ein gemeinsames Ritual. Die meisten Kinder wollen feste Vorlesezeiten. Übrigens Vorlesen bietet auch Raum für alle Fragen, die die Kinder beschäftigen.

Wie finde ich das richtige Buch?
Sie liegen meiste richtig, wenn die Hauptfigur des Buches im gleichen Alter ist wie Ihr Kind.

Soll ich noch vorlesen, wenn mein Kind schon selber lesen kann?
Ja, auch Schulkinder lieben gemeinsame Lesezeiten. Kinder und Eltern lesen abwechselnd. Vorlesestunden nicht als Übung für die Schule verstehen.

Kann man auch mit Tablet oder E-Book lesen?
Natürlich, das Medium ist egal, lesen bleibt lesen.


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